Eine 2-Tages-Saharatour von Marrakesch nach Zagora ist in der Praxis ein Roadtrip über den Hohen Atlas mit einer Wüstennacht am Ende. Sie legen rund 360 km pro Richtung auf der Nationalstraße N9 zurück – hin und zurück also die doppelte Strecke – und sitzen dabei ungefähr 13–14 Stunden im Minibus oder 4x4. Dafür bekommen Sie den Tizi-n'Tichka-Pass auf 2.260 m, einen Stopp am UNESCO-Ksar Aït Benhaddou, einen kurzen Blick auf Ouarzazate, die Palmenkorridore des Draa-Tals, einen kurzen Kamelritt und eine Nacht in einem festen Camp bei Zagora. Was Sie nicht bekommen: die großen Dünen des Erg Chebbi bei Merzouga – dafür braucht es eine 3-Tages-Tour. Dieser Text zeigt, wie sich die zwei Tage tatsächlich aufteilen, wie der Sand bei Zagora wirklich aussieht und für wen dieses Format funktioniert.
Was bekommt man auf einer 2-Tages-Saharatour von Marrakesch nach Zagora konkret?
Fünf Dinge: die Atlas-Überquerung am Tizi n'Tichka (2.260 m), den Ksar Aït Benhaddou, eine kurze Passage durch Ouarzazate, die Fahrt durch das Draa-Tal und einen Kamelritt in ein festes Camp bei Zagora mit Abendessen, Übernachtung und Sonnenaufgang. Erg Chebbi bei Merzouga ist nicht dabei: Marrakesch–Merzouga sind rund 560 km und etwa 9–10 Stunden Fahrt pro Richtung über denselben Pass – das passt in zwei Tage nicht hinein.
Die ehrliche Einordnung: Es handelt sich um eine Gebirgs- und Vorwüstenreise mit angehängter Wüstennacht, nicht um eine Dünenexpedition. Passend ist das für Reisende, die genau zwei freie Tage in Marrakesch haben, Berg- und Oasenlandschaften sehen wollen und akzeptieren, dass der Sand am Ende bescheiden ausfällt. Unpassend ist es für alle, deren Bild von der Sahara aus einem Horizont großer, zusammenhängender Dünen besteht – dieses Bild gehört zu Erg Chebbi oder Erg Chigaga. Die Entfernungen im nationalen Straßennetz veröffentlicht das Ministère de l'Équipement et de l'Eau, die Referenz für den hier beschriebenen N9-Korridor.
Wie lange dauert die Fahrt von Marrakesch nach Zagora, und wie ist die Straße?
Rund 360 km pro Richtung, typischerweise 6,5–7,5 Stunden reine Fahrzeit inklusive kurzer Pausen. Die gesamte Strecke folgt der N9, der historischen Achse Marrakesch–Ouarzazate–Zagora.
Die ersten beiden Stunden sind der anstrengendste Teil. Die Straße steigt aus der Haouz-Ebene in den Hohen Atlas und quert ihn am Tizi n'Tichka auf 2.260 m über eine lange Serpentinenfolge. Die N9 wurde in den vergangenen Jahren verbreitert und teilweise neu trassiert, was Fahrzeiten verkürzt und einige Engstellen beseitigt hat. Sie bleibt aber eine zweispurige Gebirgsstraße, die Sie sich mit Lkw-Verkehr teilen. Rechnen Sie mit Überholmanövern in beide Richtungen und damit, dass sich Auf- und Abstieg deutlich länger anfühlen, als die Karte vermuten lässt.
Im Winter ist die Passlage relevant: Zwischen etwa Dezember und März können Schnee und Eis den Übergang kurzzeitig sperren oder einschränken. Prüfen Sie vor einer Winterreise den Straßenstatus beim Ministère de l'Équipement et de l'Eau und die Prognose bei der Direction Générale de la Météorologie. Dass Veranstalter dann umleiten oder die Abfahrt verschieben, ist eine normale Reaktion und kein Warnsignal.
Wie verteilen sich die zwei Tage auf Fahren, Stopps und Wüstenzeit?
So sieht der typische Ablauf aus. Die Uhrzeiten variieren je nach Anbieter und Saison, die Verhältnisse kaum.
Tag 1
- 07:00–08:00 – Abholung in Marrakesch (Riad, Hotel oder zentraler Treffpunkt)
- 08:00–10:00 – Auffahrt zum Tizi n'Tichka, rund 2 Stunden mit einer kurzen Pause
- 10:30–12:00 – Aït Benhaddou: etwa 1 Stunde vor Ort, häufig 45–90 Minuten inklusive Mittagessen
- 12:30–13:00 – Ouarzazate: Fotostopp, rund 30 Minuten
- 13:00–16:30 – Agdz und anschließend das Draa-Tal bis Zagora, mit ein bis zwei Stopps am Straßenrand
- 17:00–18:00 – Kamelritt zum Camp, 45–60 Minuten
- ab 19:30 – Abendessen, Trommelmusik, Übernachtung im Camp
Tag 2
- 06:00–08:00 – Sonnenaufgang (je nach Jahreszeit), Frühstück, Rückweg zum Fahrzeug
- 08:30–19:00 – Rückfahrt nach Marrakesch über denselben N9-Korridor
Die zwei Tage, ehrlich gerundet:
- Fahrzeit: rund 13–14 Stunden über beide Tage
- Im Camp inklusive Schlaf: rund 12–14 Stunden
- Tatsächliche Besichtigung zu Fuß: rund 3–4 Stunden
- Kamelritt: 45–60 Minuten pro Richtung, oft nur einfach
- Rest: Mahlzeiten, Pausen, Abhol- und Absetzlogistik
Dieses Verhältnis ist die nützlichste Information vor der Buchung: Etwa ein Drittel Ihrer Wachzeit verbringen Sie in Bewegung durch eine Landschaft, die Sie durch ein Fenster sehen.
Sind die Dünen von Zagora echte Sahara-Dünen?
Es ist echter Sand, aber kein Erg. Die Sandfelder bei Zagora – Tinfou, rund 25 km südlich, und Erg Lehoudi, etwa 15–20 km nordwestlich – sind kleine, isolierte Dünensysteme von meist einigen Zehnermetern Höhe, eingebettet in eine Steinwüste. Erg Chebbi bei Merzouga ist dagegen ein zusammenhängendes Sandmeer, dessen Kämme bis etwa 150 m erreichen.
Die Geomorphologie erklärt den Unterschied. Eine Hamada ist ein kahles Felsplateau, ein Reg eine flache, mit Kies bedeckte Wüstenoberfläche, und ein Erg eine großflächige Ansammlung von Flugsand mit geordneten, wandernden Dünenketten. Die Region Zagora besteht überwiegend aus Hamada und Reg mit Sandfeldern dazwischen; Merzouga und Chigaga sind echte Ergs. Satellitenaufnahmen marokkanischer Sandmeere beim NASA Earth Observatory machen den Kontrast auf einen Blick sichtbar, und der landschaftliche Kontext ist über das UNESCO-Programm Der Mensch und die Biosphäre dokumentiert, das die Oasen Südmarokkos als Biosphärenreservat führt.
Wertlos ist Zagora deshalb nicht – Licht, Stille und Sternenhimmel sind dieselben. Es bedeutet nur, dass Ihre Fotos nicht so aussehen werden wie die, die Ihnen die Reise verkauft haben.
Was ist Aït Benhaddou, und wie viel Zeit bekommt man dort?
Aït Benhaddou ist ein befestigtes Lehmdorf (Ksar) an der alten Karawanenroute zwischen der Sahara und Marrakesch, seit 1987 unter der Referenznummer 444 auf der UNESCO-Welterbeliste. Türme und Häuser sind in Stampflehm und Adobe auf Steinsockeln errichtet – eine Bauweise, die laufende Instandhaltung verlangt und selbst Teil des Schutzguts ist.
Auf einer 2-Tages-Tour nach Zagora bekommen Sie in der Regel 45–90 Minuten, oft inklusive Mittagessen. Das reicht, um das Flussbett zu queren, durch die Gassen hinaufzugehen und den Agadir – den Gemeinschaftsspeicher – auf der Kuppe mit Blick über das Ounila-Tal zu erreichen. Für eine geführte architektonische Besichtigung reicht es nicht, und ein lokaler Führer ist fast nie im Tourpreis enthalten.
Praktisch: Der Ksar liegt an einem Hang, der Aufstieg führt über unebene Stufen und festgetretenen Lehm, Schatten gibt es kaum. Geschlossene Schuhe und Wasser machen einen spürbaren Unterschied. Offizielle Destinationsinformationen pflegt das Office National Marocain du Tourisme.
Was sieht man im Draa-Tal zwischen Agdz und Zagora?
Einen fast durchgehenden Palmengürtel entlang des Draa, Marokkos längstem Flusssystem. Auf dem Abschnitt zwischen Agdz und Zagora reiht die Straße Ksour und Kasbahs in derselben Lehmbauweise wie Aït Benhaddou aneinander, dazwischen Dattelpalmen, bewässerte Gartenparzellen und trockenes Flussbett.
Der ehrliche Teil: Die meisten 2-Tages-Touren durchfahren diesen Abschnitt mit ein bis zwei Fotostopps. Sie werden keine Oase zu Fuß erkunden, keinen Dattelbauern treffen und die Seguia-Bewässerungskanäle nicht aus der Nähe sehen, wenn Sie das nicht separat organisieren. Wer sich für Oasenlandwirtschaft interessiert, findet bei der FAO umfangreiches Material zu Dattelpalmenanbau und Oasensystemen in Marokko; das Ökosystem insgesamt ist als UNESCO-Biosphärenreservat der Oasen Südmarokkos anerkannt.
Es ist ein schöner Korridor, gesehen aus einem fahrenden Fahrzeug. Wer ihn als Kulisse und nicht als Ziel begreift, wird mit dem Tag zufriedener sein.
Wie ist das Wüstencamp – fest oder mobil?
Auf einer 2-Tages-Tour nach Zagora ist das Camp fast immer fest installiert und mit dem Fahrzeug erreichbar. Der Kamelritt ist eine kurze symbolische Annäherung, kein echter Trek in den Sand.
Zwei Kategorien sind üblich:
- Standardcamps – geteilte Sanitärblöcke, Matratzen oder einfache Betten in Stoffzelten, ein Gemeinschaftszelt für das Abendessen, abends Trommelmusik.
- „Luxus"-Camps – Zelte mit eigenem Bad, richtige Betten, privates oder halbprivates Essen, mehr Abstand zwischen den Zelten.
Realistische Erwartungen in beiden Fällen: Strom kommt aus einem Generator, läuft nur wenige Abendstunden und wird nachts oft abgeschaltet – laden Sie früh und nehmen Sie eine Powerbank mit. WLAN gibt es meist nicht, der Mobilfunkempfang ist lückenhaft. Wasser wird angeliefert, Duschen sind entsprechend kurz und der Druck niedrig. Toiletten haben praktisch alle Camps, ihr Standard schwankt aber stärker als jedes andere Einzelmerkmal.
Verfügbarkeit, Bewertungen und die genauen Leistungen je Campkategorie zeigt das GetYourGuide-Widget auf der jeweiligen Tourseite in Echtzeit – Campstandards ändern sich, und eingefrorene Beschreibungen altern schlecht.
Wie heiß oder kalt wird es in Zagora, Monat für Monat?
Zagora liegt am Rand der Vorwüste, und der Tag-Nacht-Unterschied ist das prägende Merkmal. Klimanormale marokkanischer Stationen veröffentlicht die Direction Générale de la Météorologie, gespiegelt über den WMO World Weather Information Service.
| Zeitraum | Typische Tageshöchstwerte | Typische Nachttiefstwerte | Anmerkung | |---|---|---|---| | Dezember–Februar | etwa 18–21 °C | teils 0–5 °C | Angenehme Tage, wirklich kalte Nächte im Camp | | März–Mai | etwa 25–35 °C | etwa 10–18 °C | Ausgewogenes Zeitfenster | | Juni–August | häufig bis 45 °C | etwa 25–28 °C | Juli am heißesten, mittags kaum Aktivität | | September–November | etwa 25–35 °C | etwa 10–18 °C | Ausgewogenes Zeitfenster |
Zwei praktische Folgen. Im Sommer rutscht der Kamelritt in den späten Nachmittag, und das Camp bleibt auch nach Sonnenuntergang warm; die Hinweise der WHO zu Hitze und Gesundheit lohnen sich, wenn Sie mit Kindern oder älteren Angehörigen reisen. Im Winter kühlt der klare Wüstenhimmel nach Sonnenuntergang schnell aus – Decken gibt es, aber Fleece und Mütze sind keine Option, sondern Ausrüstung. März bis Mai sowie Oktober bis November sind die ausgewogenen Fenster. Mehr zu saisonalen Abwägungen steht in unserem Leitfaden zur besten Reisezeit für die Sahara.
Was gehört bei zwei Tagen Wüste ins Gepäck?
Eine kleine Reisetasche für eine Nacht. Große Koffer bleiben meist im Fahrzeug oder in Ihrem Riad in Marrakesch, und Kamele tragen nicht mehr als einen Tagesrucksack.
- Schichten für 20–25 °C Unterschied zwischen Tag und Nacht: T-Shirt, Zwischenschicht, im Winter eine warme Jacke
- Geschlossene Schuhe für den Aufstieg in Aït Benhaddou und für Sand bei Dunkelheit
- Kopftuch oder Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor – siehe WHO-Hinweise zu UV-Strahlung
- Mindestens 2 Liter Wasser pro Person und Tag, an Stopps nachgekauft
- Powerbank, weil der Campstrom nur stundenweise läuft
- Bargeld in Dirham – Geldautomaten enden faktisch in Zagora; Camps, Trinkgelder und Mittagessen unterwegs sind Bargeschäfte. Die Ein- und Ausfuhrregeln für Devisen setzt das Office des Changes
- Basismedikamente, inklusive Mitteln gegen Reiseübelkeit für die Serpentinen am Tizi n'Tichka
Eine ausführlichere Liste inklusive dessen, was Sie zu Hause lassen können, finden Sie im Packleitfaden für Wüstentouren.
Was ist im Preis enthalten und was nicht?
Das übliche Leistungsmuster auf dieser Route: Transport ab Marrakesch und zurück, eine Nacht im Camp, Abendessen und Frühstück sowie der Kamelritt. Üblicherweise nicht enthalten sind die Mittagessen an beiden Tagen, sämtliche Getränke, der lokale Führer in Aït Benhaddou, Trinkgelder für Fahrer und Camppersonal sowie Extras wie Sandboarding oder Quads.
Drei Variablen bestimmen Preisunterschiede stärker als alles andere:
- Gruppengröße – geteilter Minibus mit 15–17 Personen gegenüber privatem 4x4 für zwei bis sechs
- Campkategorie – geteilte Sanitäranlagen gegenüber Zelten mit eigenem Bad
- Abholpunkt – Abholung direkt am Riad gegenüber einem zentralen Treffpunkt
Wir nennen hier bewusst keine Zahlen. Preise auf dieser Route bewegen sich mit Saison, Kraftstoffkosten und Nachfrage; ein Artikel mit konkreten Beträgen ist nach wenigen Wochen falsch. Aktuelle Preise, Verfügbarkeit und Bewertungen erscheinen live im GetYourGuide-Widget auf der jeweiligen Tourseite. Wenn die Abwägung zwischen geteiltem und privatem Transport Ihre Hauptfrage ist, behandelt sie unser Vergleich privat oder geteilt im Detail.
Ist eine 2-Tages-Tour nach Zagora besser als eine 3-Tages-Tour nach Merzouga?
Keine ist besser – sie beantworten unterschiedliche Fragen. Verglichen an festen, überprüfbaren Größen:
| Merkmal | 2 Tage Zagora | 3 Tage Merzouga | |---|---|---| | Entfernung ab Marrakesch (einfach) | rund 360 km | rund 560 km | | Gesamtfahrzeit hin und zurück | rund 13–14 h | rund 20 h | | Sand | kleine, isolierte Dünenfelder, wenige Zehnermeter | Erg Chebbi, zusammenhängender Erg mit Kämmen bis ~150 m | | Nächte in der Wüste | 1 | 1, teils 2 | | Todra- und Dadès-Schluchten | nicht enthalten | enthalten | | Aït Benhaddou | enthalten | enthalten |
Die Entscheidungsregel richtet sich nach dem Kalender, nicht nach Qualität. Zwei freie Tage: Zagora – und Sie wissen vorher, wie der Sand aussieht. Drei Tage: Merzouga – der zusätzliche Tag kauft die Schluchten und eine deutlich andere Wüste. Vier oder mehr Tage: Erg Chigaga, erreichbar von Zagora aus und ein echter Erg. Die Gegenüberstellung im Detail steht unter 2 Tage Zagora vs. 3 Tage Merzouga.
Wer sollte diese Tour nicht buchen?
Einige Reisende bereuen dieses Format regelmäßig:
- Wer schnell reisekrank wird. Auf- und Abfahrt am Tizi n'Tichka bestehen aus durchgehenden Serpentinen. Medikamente vor der Abfahrt nehmen, nicht erst bei den ersten Symptomen.
- Reisende mit Rücken- oder Mobilitätsproblemen. Sieben Stunden im festen Minibussitz, zweimal, sind der Kern der Reise. Ein privates Fahrzeug mit Pausen nach Bedarf ist hier ein echter Unterschied.
- Familien mit sehr kleinen Kindern. Unterhalb des Schulalters geht das Verhältnis von Fahrzeit zu Erlebnis selten auf.
- Wer große Dünen fotografieren will. Dafür führt der Weg nach Merzouga oder Chigaga.
- Ältere Reisende im Juli und August, angesichts der Tageshitze und des fehlenden Schattens.
Leichte Übelkeit oder Kopfschmerzen auf 2.260 m sind verbreitet und verschwinden beim Abstieg; echte Höhenkrankheit ist auf dieser Höhe kein realistisches Thema. Zielland-Informationen zu Gesundheit und Sicherheit bieten CDC Travelers' Health und die Reisehinweise des britischen FCDO.
Wie erkennt man einen zuverlässigen Anbieter für diese Route?
Nutzen Sie Kriterien, die unabhängig vom Verkäufer gültig bleiben:
- Transportlizenz. Touristischer Transport ist in Marokko reguliert; ein seriöser Anbieter nennt Lizenz und Fahrzeugkategorie, statt auszuweichen.
- Fahrzeugtyp und maximale Gruppengröße schriftlich. „Minibus" kann acht oder siebzehn Personen bedeuten. Fragen Sie vor der Zahlung nach der Zahl.
- Name und Lage des Camps. Vage Antworten bedeuten in der Regel, dass das Camp erst am Tag selbst zugeteilt wird.
- Abholmodalitäten. Abholung am Riad und ein Treffpunkt um 06:45 auf einem entfernten Platz sind zwei verschiedene Produkte.
- Stornofrist. Alles unter 24 Stunden ist auf einer wetterabhängigen Gebirgsroute eine Nachfrage wert.
Bei Plattformbewertungen zählen Aktualität und Menge mehr als die Gesamtnote: Zwanzig Bewertungen aus den letzten drei Monaten sagen mehr über den heutigen Campzustand als ein hoher Durchschnitt über ein Jahrzehnt. Offizielle Destinations- und Anbieterinformationen veröffentlicht das Office National Marocain du Tourisme.
Wie holt man aus zwei Tagen das Meiste heraus?
Kleine Entscheidungen wirken auf einem gedrängten Programm überproportional:
- Fragen Sie schon bei der Buchung nach einem vorderen Sitzplatz, nicht erst am Morgen. Das reduziert Reiseübelkeit und gibt Ihnen die Straße im Blick.
- Klären Sie die Rückroute. Manche Anbieter fahren dieselbe N9 zurück, andere variieren die Annäherung an Marrakesch. Wer es vorher weiß, empfindet Tag zwei weniger als Wiederholung.
- Verhandeln Sie die Dauer des Stopps in Aït Benhaddou zu Tagesbeginn mit dem Fahrer. Fünfzehn zusätzliche Minuten, um 08:00 vereinbart, sind einfach; bei der Ankunft erbeten, sind sie es nicht.
- Gehen Sie nach dem Abendessen 10–15 Minuten über die Camplichter hinaus. Generator und Laternen überstrahlen den Himmel; der Unterschied ist sofort sichtbar.
- Stellen Sie einen Wecker für den Sonnenaufgang – im Sommer gegen 06:00, im Winter näher an 08:00. Genaue Zeiten für Datum und Ort liefert die Astronomical Applications Department des US Naval Observatory.
Wenn nach dieser Aufschlüsselung die Frage bleibt, ob zwei Tage für Ihren Sahara-Eindruck reichen: Lesen Sie vor der Buchung unseren Vergleich der 3-Tages-Tour Marrakesch–Merzouga – es ist dieselbe Entscheidung, nur mit allen Zahlen auf dem Tisch.
Häufige Fragen zur 2-Tages-Tour Marrakesch–Zagora
Erreicht man Merzouga in zwei Tagen?
Nein. Merzouga liegt rund 560 km von Marrakesch entfernt, etwa 9–10 Stunden Fahrt pro Richtung. In zwei Tagen bliebe kaum Zeit in der Wüste. Erg Chebbi mit seinen rund 150 m hohen Dünen setzt eine 3-Tages-Route voraus, die zusätzlich die Todra- und Dadès-Schluchten enthält.
Ist der Kamelritt Pflicht?
Nein. Die Camps auf dieser Route sind mit dem Fahrzeug erreichbar, Sie können das letzte Stück also fahren. Reisende mit Rückenproblemen, Schwangere und alle, die mit Tierhaltung fremdeln, lassen ihn regelmäßig aus. Sagen Sie es bei der Abholung, nicht erst an den Dünen.
Gibt es Toiletten, Duschen und WLAN im Camp?
Toiletten haben praktisch alle Camps, Duschen die meisten. Standardcamps nutzen geteilte Sanitärblöcke, „Luxus"-Camps Zelte mit eigenem Bad. Wasser wird angeliefert, Duschen sind kurz und der Druck niedrig. WLAN gibt es meist nicht, der Mobilfunkempfang ist lückenhaft – laden Sie Karten vorher herunter.
Kann man die Tour im Winter machen, und was passiert bei gesperrtem Tizi n'Tichka?
Ja, die Tage sind mit etwa 18–21 °C angenehm, die Nächte im Camp können auf 0–5 °C fallen. Passsperrungen sind kurz und meist schneebedingt; Anbieter verschieben die Abfahrt, leiten um oder stornieren gemäß ihren Bedingungen. Deshalb zählt die Stornofrist auf dieser Route besonders.
Braucht man einen 4x4, und wie viel Gepäck ist sinnvoll?
Einen 4x4 braucht man nicht: Die N9 ist durchgehend asphaltiert und die Camps sind mit normalen Fahrzeugen erreichbar – Geländefähigkeit wird erst Richtung Erg Chigaga wirklich nötig. Nehmen Sie eine kleine Tasche für eine Nacht mit; große Koffer verwahren die meisten Riads kostenlos.
Quellen
- UNESCO-Welterbezentrum – Ksar Aït Ben Haddou – Einschreibung 1987, Referenz 444, und die Beschreibung der Lehmarchitektur
- UNESCO-Programm Der Mensch und die Biosphäre – Biosphärenreservat der Oasen Südmarokkos, das den Draa-Korridor umfasst
- Direction Générale de la Météorologie du Maroc – Klimadaten für Zagora und Ouarzazate sowie Passwetter
- WMO World Weather Information Service – veröffentlichte Klimanormale marokkanischer Stationen
- Ministère de l'Équipement et de l'Eau (Royaume du Maroc) – Straßennetz N9, Ausbauarbeiten und Straßenstatus
- Office National Marocain du Tourisme – offizielle Destinations- und Anbieterinformationen
- FAO – Oasenlandwirtschaft und Dattelpalmenanbau in Marokko
- NASA Earth Observatory – Satellitenbilder marokkanischer Sandmeere, Grundlage für die Unterscheidung Erg/Reg/Hamada
- CDC Travelers' Health – Marokko und UK FCDO – Reisehinweise Marokko – Gesundheits- und Sicherheitshinweise
- WHO – Klimawandel, Hitze und Gesundheit und WHO – UV-Strahlung – Hitze- und Sonnenschutz
- Office des Changes – marokkanische Devisenvorschriften
- US Naval Observatory, Astronomical Applications Department – Sonnenauf- und -untergangszeiten nach Datum und Ort
Alle Live-Preise, Verfügbarkeiten, Campleistungen und Reisebewertungen stammen aus den GetYourGuide-Widgets auf den verlinkten Tourseiten und werden hier bewusst nicht wiedergegeben. Via Sahara ist ein unabhängiger redaktioneller Reiseführer und veranstaltet keine Touren.
Zuletzt geprüft: Inhalte werden laufend aktualisiert; Entfernungen, Fahrzeiten und Klimawerte sind gegen die oben genannten Quellen abgeglichen.
